Die Wellivilla – Geschichten, Experimente und ein bisschen Wahnsinn

Hier geht es um das, was passiert, wenn Begeisterung, Tatendrang und ein kleines Maß an Selbstüberschätzung aufeinandertreffen. Die Wellivilla war über viele Jahre mein großes Projekt, mein Spielplatz für Ideen – und manchmal auch für ziemlich absurde Einfälle. (Stichwort: Felswand. Sah großartig aus. War es nicht.)

In diesem Bereich findest du die Entstehung, die Erweiterungen, die Renovierungen und all die kleinen und großen Experimente, die aus einer einfachen Außenvoliere nach und nach ein sehr persönliches Stück Garten, Herzblut und Lernkurve gemacht haben. Vieles davon würde ich heute anders machen. Vieles würde ich genau so wieder tun, hätte mein Leben nicht eine andere Richtung genommen. .

Die erste Version meiner Außenvoliere war noch etwas kleiner
Die erste Version der Wellivilla war noch ein wenig kleiner.

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Der Bau meiner Gartenvoliere

Im Frühjahr 2000 war es so weit: Der Bau der Außenvoliere konnte beginnen. Nach langer Planung wurde aus Zeichnungen, Überlegungen und Materiallisten endlich etwas Greifbares.

Glücklicherweise fanden sich im Bekanntenkreis zwei echte Profis. Zwar hatten sie noch nie eine Voliere gebaut, brachten aber reichlich Erfahrung aus dem Baugewerbe mit. Ich selbst kann daher nur sehr laienhaft schildern, wie aus einem zunächst chaotisch wirkenden Haufen unterschiedlichster Materialien die Wellivilla entstand. Ehrlich gesagt habe ich größtenteils zugeschaut – und machen lassen.

Wie ich im Artikel Planung einer Gartenvoliere schon geschrieben habe: Eine Skizze und ein Papiermodell halfen mir vor der Umsetzung, die Details gründlich zu planen.

Skizze meiner Gartenvoliere mit Flugraum, Schutzraum und Schleuse
Meine Skizze von der Ursprungsversion der Wellivilla

Das Fundament

Als erstes wurde der Boden auf der geplanten Fläche ausgehoben. Anschließend wurde eine etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter starke Betonplatte gegossen. So ein Fundament ist sinnvoll und wichtig, denn es bietet einen zuverlässigen Schutz vor ungebetenen Gästen wie Ratten, Mäusen oder anderem Getier, das sich sonst unter einer Voliere hindurcharbeiten könnte.

Das Grundgerüst

Auf dem Betonboden wurden Stützpfeiler aus Hartholz mithilfe von Metallverbindern befestigt. Für die nötige Stabilität folgten direkt die Querbalken, auf denen später das Dach aufliegen sollte.

Mein persönlicher Tipp an dieser Stelle: Am falschen Ende zu sparen rächt sich. Nur wirklich gutes, stabiles Holz sorgt dafür, dass eine Außenvoliere über viele Jahre hinweg standhält.

Verkleidung des Schutzhauses

Im nächsten Schritt wurde das Schutzhaus von außen mit schräg angesetzten Holzbrettern verkleidet. Die Schräge sorgte dafür, dass Regenwasser besser ablaufen konnte. Selbstverständlich wurden dabei Aussparungen für die späteren Fenster und Türen berücksichtigt.

Das Dach

Anschließend ging es an den Dachaufbau. Auf die vorbereiteten Holzleisten wurde Dachpappe aufgebracht und verschweißt, um das Dach dauerhaft dicht zu bekommen. Gerade bei einer ganzjährig genutzten Außenvoliere ist ein zuverlässiger Wetterschutz unverzichtbar.

Isolierung von Schutzraum und Schleuse

Der Schutzraum und die Schleuse wurden von innen mit Rigipsplatten verkleidet. Zwischen Außenverkleidung und Innenplatten kam Isolierwolle zum Einsatz. Diese sorgte dafür, dass die im Winter durch einen Frostwächter zugeführte Wärme nicht sofort verloren ging.

Fenster und Türen

Als nächstes folgte der Einbau von Fenstern und Türen. Die Türen kauften wir im Baumarkt – stabile Landhaustüren, die sich gut eigneten. Bei den Fenstern hatte ich großes Glück: Nach einem Umbau in der Verwandtschaft bekam ich zwei große, doppelt verglaste Fenster für den Schutzraum geschenkt.

Für die Schleuse konnten wir zusätzlich zwei kleinere Badezimmerfenster verwenden, die bereits vorhanden waren.

Innenausstattung des Schutzhauses

Auf die Rigipsplatten wurde zunächst eine Grundierung aufgetragen. Danach ging es an das Fliesenlegen. Unter der Decke wurden Feuchtraumpaneele angebracht, und der Boden erhielt einen Anstrich mit Betonfarbe. Diese Materialien erwiesen sich im Alltag als pflegeleicht und robust.

Volierendraht

Das große Finale: Volierendraht* zuschneiden und anbringen. Tipp zum Zuschneiden: Mit einer eletrischen Universalschere* geht es ganz gut. Andere Tools mögen Draht noch besser schneiden, aber ich fühlte mich mit dem Gerät sehr sicher, weil ich nicht abrutschen und mich verletzen konnte.

Anschließend wird der Draht angetackert. Erst in diesem Moment nahm die Voliere auch optisch ihre endgültige Form an.

Zeitaufwand und Kosten

Der gesamte Bau dauerte etwa zwei Monate. Oft werde ich im Zusammenhang mit der Wellivilla nach den Kosten gefragt. Eine konkrete Summe kann ich nicht nennen, nur so viel: Es war teuer.

Holz, Türen, Fenster, Fliesen, Paneele, Dachpappe, Volierendraht – all diese Posten summieren sich schnell. Wer eine Außenvoliere dieser Größenordnung plant, sollte sich darauf einstellen, dass es sich um ein größeres Projekt handelt, auch finanziell.

Fazit: Ein Bau mit vielen Beteiligten

Der Bau der Wellivilla war kein Do-it-yourself-Projekt im klassischen Sinne. Ohne die Hilfe erfahrener Handwerker wäre vieles so nicht möglich gewesen. Rückblickend war genau das eine gute Entscheidung – auch wenn ich selbst dabei mehr gelernt habe, indem ich zugeschaut habe, als indem ich Hand angelegt habe.

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