Das Fundament
Als erstes wurde der Boden auf der geplanten Fläche ausgehoben. Anschließend wurde eine etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter starke Betonplatte gegossen. So ein Fundament ist sinnvoll und wichtig, denn es bietet einen zuverlässigen Schutz vor ungebetenen Gästen wie Ratten, Mäusen oder anderem Getier, das sich sonst unter einer Voliere hindurcharbeiten könnte.
Das Grundgerüst
Auf dem Betonboden wurden Stützpfeiler aus Hartholz mithilfe von Metallverbindern befestigt. Für die nötige Stabilität folgten direkt die Querbalken, auf denen später das Dach aufliegen sollte.
Mein persönlicher Tipp an dieser Stelle: Am falschen Ende zu sparen rächt sich. Nur wirklich gutes, stabiles Holz sorgt dafür, dass eine Außenvoliere über viele Jahre hinweg standhält.
Verkleidung des Schutzhauses
Im nächsten Schritt wurde das Schutzhaus von außen mit schräg angesetzten Holzbrettern verkleidet. Die Schräge sorgte dafür, dass Regenwasser besser ablaufen konnte. Selbstverständlich wurden dabei Aussparungen für die späteren Fenster und Türen berücksichtigt.
Das Dach
Anschließend ging es an den Dachaufbau. Auf die vorbereiteten Holzleisten wurde Dachpappe aufgebracht und verschweißt, um das Dach dauerhaft dicht zu bekommen. Gerade bei einer ganzjährig genutzten Außenvoliere ist ein zuverlässiger Wetterschutz unverzichtbar.
Isolierung von Schutzraum und Schleuse
Der Schutzraum und die Schleuse wurden von innen mit Rigipsplatten verkleidet. Zwischen Außenverkleidung und Innenplatten kam Isolierwolle zum Einsatz. Diese sorgte dafür, dass die im Winter durch einen Frostwächter zugeführte Wärme nicht sofort verloren ging.
Fenster und Türen
Als nächstes folgte der Einbau von Fenstern und Türen. Die Türen kauften wir im Baumarkt – stabile Landhaustüren, die sich gut eigneten. Bei den Fenstern hatte ich großes Glück: Nach einem Umbau in der Verwandtschaft bekam ich zwei große, doppelt verglaste Fenster für den Schutzraum geschenkt.
Für die Schleuse konnten wir zusätzlich zwei kleinere Badezimmerfenster verwenden, die bereits vorhanden waren.
Innenausstattung des Schutzhauses
Auf die Rigipsplatten wurde zunächst eine Grundierung aufgetragen. Danach ging es an das Fliesenlegen. Unter der Decke wurden Feuchtraumpaneele angebracht, und der Boden erhielt einen Anstrich mit Betonfarbe. Diese Materialien erwiesen sich im Alltag als pflegeleicht und robust.
Volierendraht
Das große Finale: Volierendraht* zuschneiden und anbringen. Tipp zum Zuschneiden: Mit einer eletrischen Universalschere* geht es ganz gut. Andere Tools mögen Draht noch besser schneiden, aber ich fühlte mich mit dem Gerät sehr sicher, weil ich nicht abrutschen und mich verletzen konnte.
Anschließend wird der Draht angetackert. Erst in diesem Moment nahm die Voliere auch optisch ihre endgültige Form an.
Zeitaufwand und Kosten
Der gesamte Bau dauerte etwa zwei Monate. Oft werde ich im Zusammenhang mit der Wellivilla nach den Kosten gefragt. Eine konkrete Summe kann ich nicht nennen, nur so viel: Es war teuer.
Holz, Türen, Fenster, Fliesen, Paneele, Dachpappe, Volierendraht – all diese Posten summieren sich schnell. Wer eine Außenvoliere dieser Größenordnung plant, sollte sich darauf einstellen, dass es sich um ein größeres Projekt handelt, auch finanziell.
Fazit: Ein Bau mit vielen Beteiligten
Der Bau der Wellivilla war kein Do-it-yourself-Projekt im klassischen Sinne. Ohne die Hilfe erfahrener Handwerker wäre vieles so nicht möglich gewesen. Rückblickend war genau das eine gute Entscheidung – auch wenn ich selbst dabei mehr gelernt habe, indem ich zugeschaut habe, als indem ich Hand angelegt habe.