Planung einer Außenvoliere

Bevor bei mir der erste Pfosten gesetzt wurde, standen viele Fragen im Raum. Wie groß ist groß genug? Wo steht die Voliere sinnvoll? Was ist genehmigungspflichtig, was nicht? Und wie viel Arbeit – nicht nur beim Bau, sondern über Jahre hinweg – bringt so ein Projekt eigentlich mit sich?

Mit der Wellivilla habe ich vieles gelernt, manches erst mit Verspätung, manches durch Ausprobieren. Genau diese Erfahrungen fließen in die folgenden Artikel ein. Sie sollen dir helfen, typische Denkfehler zu vermeiden, Prioritäten klarer zu setzen und Entscheidungen bewusster zu treffen, bevor du Fakten schaffst, die sich später nur noch schwer oder gar nicht korrigieren lassen.

Ich vor meiner Außenvoliere irgendwann vor 2010

Außenvoliere fertig kaufen oder selbst bauen?

Kann man eine Außenvoliere eigentlich fertig kaufen? Oder muss man alles selbst bauen? Und wo bekommt man das Material her?

Fertig kaufen: Geht das?

Im Prinzip ja. Es ist durchaus möglich, sich eine Außenvoliere aus einzelnen Volieren-Elementen zusammenzustellen und so eine Anlage in individueller Größe aufzubauen. Wer nach Begriffen wie „Volierenbau“ sucht, bekommt schnell einen Eindruck davon, was der Markt inzwischen hergibt.

Auch passende Schutzhäuser lassen sich fertig kaufen. Alternativ kann ein Gartenhaus entsprechend umgebaut und vogeltauglich gemacht werden.

Welche Lösung man wählt, ist heute weniger eine Frage der Möglichkeiten als vielmehr eine Geschmacksfrage. Kostengünstig ist allerdings keine der Varianten. Grob angesetzt landet man schnell im vierstelligen Bereich – wie hoch genau, hängt von Größe, Ausstattung und nicht zuletzt vom eigenen Anspruch ab.

Wichtig ist dabei vor allem eines: Wenn das Budget nur für eine sehr kleine Voliere reicht, lasst es bitte sein. Die Vögel verbringen dort ihr gesamtes Leben ohne zusätzlichen Freiflug. Dafür muss ausreichend Platz vorhanden sein.

Selbst bauen: Material und Realität

Wer – so wie ich – alles selbst in die Hand nehmen möchte, bekommt grundsätzlich sämtliches benötigtes Material in gut sortierten Baumärkten. Theoretisch.

Praktisch bedeutet das: viele Fahrten, immer wieder fehlende Kleinteile und das schleichende Gefühl, dass eine Voliere zwar irgendwann „fertig“ ist, aber eigentlich nie wirklich abgeschlossen. Pflege, Reparaturen und Anpassungen gehören dauerhaft dazu.

Ich weiß nicht, wie oft ich damals im Baumarkt stand, weil genau dieses eine Teil noch fehlte. Hat man nach dem ersten Einkauf tatsächlich alles beisammen, war das ein sehr guter Tag.

Ohne Bohrmaschine und Akkuschrauber kommt man als Volierenbesitzer jedenfalls nicht weit.

Schutzhaus: Selbstbau oder Gartenhaus?

Ein Schutzhaus kann komplett selbst gebaut werden, wenn man handwerklich etwas Erfahrung hat – oder jemanden kennt, der sie mitbringt. Alternativ bietet sich ein fertiges Gartenhaus an, das entsprechend umgebaut wird.

Viele Gartenhäuser bestehen allerdings nur aus dünnem Holz. In diesem Fall ist eine zusätzliche Isolierung zwingend erforderlich. Aber auch bei stabileren Ausführungen würde ich immer zur Isolierung raten.

Beim Selbstbau der Wellivilla war die Isolierung so gut, dass der Frostwächter im Winter nur selten in Betrieb war. Das macht im Alltag einen enormen Unterschied – für die Vögel ebenso wie für den Stromverbrauch.

Manchmal ist bereits ein Gartenhaus oder ein alter Schuppen vorhanden. Dann reduziert sich der Aufwand auf das „Aufmöbeln“ und die Anpassung an die Bedürfnisse der Vögel.

Fazit

Egal, ob fertig gekauft oder selbst gebaut: Eine Außenvoliere bedeutet viel Arbeit, Planung und Geld. Billig ist keine der Varianten, wenn man es richtig machen will.

Und das sollte man auch tun. Schließlich erschafft man ein lebenslanges Zuhause für seine Vögel.

Bitte niemals zu klein bauen. Niemals auf ein Schutzhaus verzichten. Und immer gründlich planen und informieren, bevor der erste Balken steht – denn nachträgliches Korrigieren ist meist deutlich aufwändiger als ein sauberer Start.

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