Sitzmöglichkeiten: Äste und Seile in der Außenvoliere
Sitzmöglichkeiten gehören zu den grundlegenden Elementen jeder Außenvoliere. Sie beeinflussen nicht nur die Bewegungsmöglichkeiten der Vögel, sondern auch Fußgesundheit, Abnutzung der Krallen und das allgemeine Wohlbefinden.
Am einfachsten, schönsten und aus meiner Sicht auch natürlichsten sind Naturäste. Sie bringen Abwechslung in Durchmesser und Oberfläche und werden von den Vögeln in der Regel sehr gut angenommen.
Geeignete Holzarten für Naturäste
Nicht jede Holzart ist für den Einsatz in der Voliere geeignet.
Diese kannst du u. a. verwenden:
- Ahorn
- Birke
- Eiche (nur gut getrocknet, nicht frisch verwenden)
- Erle
- Esche
- Haselnuss
- Korkenzieherhasel
- Korkenzieherweide
- Linde
- Pappel
- Platane
Die Äste sollten unbehandelt sein und möglichst aus unbelasteten Gegenden stammen. Frisch geschnittenes Holz muss je nach Art gut durchtrocknen, insbesondere bei Eiche, da frische Gerbstoffe problematisch sein können.
Befestigung der Äste
Die Befestigung muss stabil, aber flexibel sein. Ich habe Naturäste über Jahre hinweg mit sehr starkem Blumenbindedraht oder kleinen Uhrkettchen aus dem Baumarkt befestigt. Diese lassen sich gut an S-Haken einhängen, sodass die Äste bei Bedarf schnell umgesetzt oder ausgetauscht werden können.
Wichtig ist, regelmäßig zu kontrollieren, ob sich Draht oder Kettchen gelockert haben oder scharfe Enden entstanden sind.
Findet man den passenden verzweigten Ast, kann man ihn auch wie einen Baum in die Voliere stellen, sofern man den passenden "Ständer" dafür hat. Hier ist etwas Kreativität gefragt. Ich habe einen alten Christbaumständer verwendet und diesen mit großen Kieseln gefüllt und beschwert. Wenn man den Ast dann noch an einer Seitenwand, zum Beispiel am Volierendraht, befestigen kann, sollte er ziemlich standfest sein.