Einstreu für die Außenvoliere
Die Wahl der richtigen Einstreu für eine Außenvoliere ist weniger banal, als sie auf den ersten Blick wirkt. Sie beeinflusst nicht nur den Reinigungsaufwand, sondern auch Hygiene, Geruch, Optik und nicht zuletzt das eigene tägliche Arbeiten in der Voliere.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die alle ihre Vorteile haben – zum Teil aber auch klare Nachteile. Nicht jede Einstreu eignet sich für jeden Bereich der Voliere gleichermaßen, und nicht alles, was theoretisch denkbar wäre, bewährt sich auch im Alltag.
Sand
Sand ist eine der klassischen Einstreuvarianten für Außenvolieren und wird häufig eingesetzt.
Vorteile:
Sand lässt sich relativ leicht reinigen, da er gut durchsiebt werden kann. Kot und grobe Verschmutzungen lassen sich schnell entfernen. Außerdem wirkt Sand optisch aufgeräumt und ruhig, was viele Halter schätzen.
Nachteile:
Sand hat ein erhebliches Eigengewicht. Das macht sowohl das Einbringen als auch den späteren Austausch körperlich anstrengend. Auch die Entsorgung kann je nach Menge und örtlichen Gegebenheiten problematisch sein.
Ein weiterer Punkt ist die immer wieder diskutierte Frage nach sogenannten „Sandfressern“. Dabei geht es um Vögel, die größere Mengen Sand aufnehmen. In Fachkreisen wird dieses Thema kontrovers diskutiert.
Ich selbst habe, wenn Sand im Einsatz war, ausschließlich Papageiensand verwendet und damit gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist unabhängig vom Sandtyp, das Verhalten der Vögel im Blick zu behalten.
Erde
Erde als Einstreu wirkt sehr naturnah und kommt dem natürlichen Lebensraum vieler Vogelarten optisch am nächsten. Wichtig ist dabei, ungedüngte Erde zu kaufen.
Vorteile:
Die Reinigung ist vergleichsweise unkompliziert, solange sie regelmäßig erfolgt. Kot kann oberflächlich abgetragen werden, die Fläche lässt sich durchharken und bei Bedarf teilweise austauschen. Lässt sich problemlos kompostieren oder direkt als Dünger im Garten verwenden. Zudem eröffnet Erde zumindest theoretisch die Möglichkeit zur Begrünung – auch wenn viele dieser Experimente eher hoffnungslos bleiben.
Nachteile:
Der wichtigste Punkt bei Erde ist der Untergrund. Wasser muss zuverlässig abfließen können. Bleibt Feuchtigkeit dauerhaft stehen, drohen Staunässe, Geruchsprobleme und im schlimmsten Fall Fäulnis.
Da die Wellivilla auf einem Betonfundament stand, habe ich gezielt Löcher in das Fundament gebohrt, um den Wasserabfluss zu ermöglichen. Ohne solche Maßnahmen ist Erde auf geschlossenen Flächen nicht empfehlenswert.
Buchenholzgranulat
Buchenholzgranulat halte ich für den Außenbereich einer Voliere für ungeeignet. Ich gehe davon aus, dass es bei Feuchtigkeit schnell fault und seine hygienischen Eigenschaften verliert.
Aus diesem Grund habe ich es im Außenbereich nie eingesetzt. Für trockene Innenräume kann es eine Option sein, dort gibt es aus meiner Sicht jedoch bessere Alternativen.
Hanfstreu
Für das Schutzhaus habe ich über viele Jahre hinweg ausschließlich Hanfstreu verwendet. Mein Favorit war die Hanf-Einstreu von Hemparade* – preisgünstig und ergiebig.